Nächste und vergangene Veranstaltungen

Immer mal wieder packt uns die Lust an einer besonderen Veranstaltung. Dann laden Freundinnen und Freunde der Buchhandlung – die im politischen Bildungs-Verein "Tigerberg e.V." organisiert sind – oder Mitarbeiterinnen der Buchhandlung ein, zu einer Lesung oder einem Vortrag, manchmal auch zu Musik- oder Filmvorführungen …

Archiv

Falls Sie sich einen Eindruck über die bereits in den letzten Jahren erfolgten Veranstaltungen machen wollen, empfehlen wir unser Archiv.

Und nun viel Vergnügen mit unserem Angebot …

Der Verein "Tigerberg e.V." ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden und Beiträge an den Verein werden als "steuerbegünstigenden Zwecken dienend" anerkannt. 

Dem Verein hilft Ihre Spende bei der Durchführung und Organisation von Lesungen und anderen Veranstaltungen:

Spendenkonto DE56 2175 0000 0000 2742 08.

Wenn Sie dem Verein ihre Adresse mitteilen, erhalten Sie eine Spendenbescheinigung.

Wenn wir Sie in den E-Mail-Verteiler für die Ankündigungen aufnehmen sollen, mailen Sie uns diesen Wunsch einfach an info@cvo-buchladen.de

Bitte nehmen Sie dazu unbedingt unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis, die diesem Angebot zugrunde liegt.

 


Michael Jensen: Totenreich,                           2021, kart., 448 S., 12,00 €,
ISBN 978-3-7466-3780-8

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


Paula Irmschler: Superbusen,                           2021, kart., 311 S., 12,00 €,
ISBN 978-3-548-06472-7


 

 

 

 


Die andere Bibliothek Band 403, Hg.: Ulrich Janetzki und Wilfried Ihrig,           2018,                              gebunden, 396 S.,42,00 €,
ISBN 978-3-8477-0403-9


> Donnerstag, 28. Oktober 21, 19:30 Uhr,
Vortragssaal der Stadtbibliothek

Michael Jensen liest aus: Totenreich

Michael Jensen stammt aus Flensburg und hat inzwischen drei historische Kriminalromane veröffentlicht, die vor dem Hintergrund des Endes des zweiten Weltkriegs in Flensburg spielen. Schon im letzten Jahr hat er auf Einladung der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung und des Tigerberg e.V. den zweiten Teil vorgestellt und wir konnten uns in einer schönen Lesung davon überzeugen, dass er zum Thema gründlich recherchiert hat.
Jetzt hat der Förderverein der Stadtbibliothek dazu eingeladen, den dritten Teil "Totenreich" zu genießen und wir werden mit einem Büchertisch dabei sein.
 
Der Vortragssaal befindet sich im zweiten Obergeschoss der Südermarktpassage.
Der Eintritt kostet für Nichtmitglieder des Fördervereins 5 Euro.
Um Anmeldung wird gebeten, Karten gibt es im Vorverkauf in der Stadtbibliothek Flensburg (0461-851816) oder bei uns im Buchladen.

 

  

> Montag, 25. Oktober 21, 19:30 Uhr,
Weinkontor Roberto Gavin, Neustadt 16

Direkt nach der Buchmesse: Neuerscheinungen und Empfehlungen von Stefanie Oeding

Unter besonderen Schutzverordnungen findet in diesem Jahr die internationale Buchmesse in Frankfurt statt. Zeitgleich wird sie virtuell übertragen und betont mit zukunftsweisenden Formaten die Relevanz der Literatur. Fachleute und AutorInnen aus der ganzen Welt sind zum Austausch eingeladen. Aus der Fülle der Neuerscheinungen, die nationale und internationale Verlage präsentieren, stellt die Bibliothekarin Stefanie Oeding ausgewählte Romane und Sachbücher vor. Sie sichtet auch den Buchmarkt rund um den Länderschwerpunkt Kanada und wirft einen Blick in die Feuilletons und auf Preisverleihungen. Mit den Informationen verbunden sind Kurzlesungen, deren "sound" die Leseentscheidung erleichtert.
Stefanie Oeding arbeitete bis 2019 als Bibliotekarin und reist seit mehreren Jahren mit Vorträgen durch Schleswig-Holstein und Hamburg. Sie schreibt seit vielen Jahren freiberuflich Artikel für den Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag. Als Rezitatorin und Sängerin tritt sie mit musikalischen Literaturprogrammen auf.
 
Nur mit Anmeldung unter kw@cvo-buchladen.de
Eintritt 4 bis 6 Euro nach Selbsteinschätzung
3 G = Zutritt nur geimpft, genesen oder frisch getestet
 
 
 
 
 

> Dienstag, 19. Oktober 21, 19:30 Uhr,
Weinkontor Roberto Gavin, Neustadt 16

Paula Irmschler liest aus "Superbusen"

Endlich können wir diese Lesung nachholen, die uns schon lange am Herzen liegt und wegen Corona ausfallen musste. Wie lebt es sich zwischen Chemnitz und Berlin nach der Schule wenn eine nach 1989 groß geworden ist?
Zwischen Kneipenjob, Studium, Kater, WG, Demos und frustrierenden Liebesgeschichten taumelt Gisela auf ihrem Weg zur Frauen-Punkband Superbusen.
Die Titanic-Redakteurin Paula Irmschler weiß wovon sie redet und lässt uns die Um- und Aufbrüche hautnah miterleben. Ein locker geschriebener Roman über den Osten und vieles mehr. Feministisch, wütend, ironisch und einfach schön zu lesen gleichzeitig.
Margarete Stokowski: "Paula Irmschler lesen ist wie Saufen mit der besten Freundin, aber ohne Kater. Magisch".
 
Nur mit Anmeldung unter kw@cvo-buchladen.de
Eintritt 4 bis 6 Euro nach Selbsteinschätzung
3 G = Zutritt nur geimpft, genesen oder frisch getestet
 
 
 
 
 

> Freitag, 8. Oktober 21, 19:30 Uhr,
Stadtbücherei Flensburg

Die Morgendämmerung der Worte. Moderner Poesie-Atlas der Roma und Sinti

Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Flensburg im Rahmen des Literatursommers Schleswig-Holstein 2021 mit Büchertisch aus der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung. Hier der Ankündigungstext der Stadtbibliothek:
"Im Literatursommer wird der moderne Poesie-Atlas der Sinti und Roma von Jovan Nikolić mit all seinen Höhen und Tiefen vorgestellt! Es erwarten Sie Texte über Diskriminierung, Kunst, die Identität der Roma und mehr!
Wir freuen uns ganz besonders die Moderatorin Anja Ross, den Vorsitzenden vom Verband Deutscher Sinti und Roma e.V., Landesverband SH Herrn Weiß und den Mitherausgeber der Anthologie Herrn Janetzki begrüßen zu dürfen.
Bitte beachten Sie, dass für diese Veranstaltung die aktuellen 3G-Regeln: Geimpft, Genesen oder ein aktueller negativer Test gelten!
Die Karten gibt es ab sofort in der Stadtbibliothek, Eintritt: 8 €, ermäßigt 6 €
 

Zurückliegende Veranstaltungen

> Montag, 19. Oktober, 19:30 Uhr,
Weinkontor Roberto Gavin, Neustadt 16

»Mod Helmy«
– die wahre Geschichte des "arabischen Schindler"

Lesung mit Igal Avidan

2013 stößt der Journalist Igal Avidan beim Lesen einer isrealischen Zeitung auf die Meldung, dass die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem zum ersten Mal überhaupt einen Araber als „Gerechten unter den Völkern“ anerkennt. Es ist der ägyptische Arzt Mohamed (Mod) Helmy, der während der NS-Zeit mehrere Juden in seiner Berliner Wohnung und einer Gartenlaube versteckt und so ihr Leben rettet. Igal Avidan, der in Berlin als israelischer Journalist und Autor arbeitet, beschließt, ein Buch über den Judenretter zu schreiben – und eine mühselige Recherche beginnt.

Mohamed Helmy wird 1901 in einer wohlsituierten ägyptischen Familie in Kairo geboren und kommt 1922 nach Berlin, um dort Medizin zu studieren. Doch mit der Machtergreifung der Nazis bekommt Helmy Probleme. Am Krankenhaus Moabit, wo er sich ausbilden lässt, werden viele Stellen mit NS-Medizinern besetzt. Er darf schließlich nicht weiter in dem Krankenhaus arbeiten und muss eine Privatpraxis bei sich zu Hause eröffnen. Obwohl er selbst als „Nichtarier“ diskriminiert und verhaftet wird, hilft der Arzt mit seiner Helferin Frieda Szturmann jüdischen Patienten. Dass er dabei sein Leben und das seines engsten Umfeldes gefährdete, ist offensichtlich

Igal Avidan:
Mod Helmy.
Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete.
Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2017
248 Seiten, 20,– €

Die Lesung findet am Montag, 19.10.2020 um 19:30 Uhr im Weinkontor Roberto Gavin in der Neustadt 16 statt – auf Grund der aktuellen Sicherheitsanforderungen nur mit vorheriger Anmeldung:
info@cvo-buchladen.de oder telefonisch unter (0461) 29 601

Eintritt 6,- € (ermässigt 4,- €)

Eine Veranstaltung der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung in Zusammenarbeit mit dem Tigerberg e.V.


> Montag, 5. Oktober, pünktlich 19:00 Uhr,
Flensborg Bibliotek, Norderstraße 59

Kafir – Allah sei Dank bin ich Atheist

Buchpremiere mit Lesung und anschließendem Gespräch

Etwa fünf Jahre ist es jetzt her, dass Flensburg sich am Bahnhof von seiner besten Seite gezeigt hat und zahlreiche Menschen eine kleine Unterstützung auf Ihren Fluchtwegen erhalten haben. Amed Sherwan war schon kurz vorher aus Irakisch-Kurdistan nach Deutschland geflüchtet und einer von denen, die tatkräftig am Bahnhof geholfen haben. Jetzt hat er seine Geschichte aufgeschrieben.

Eine Geschichte von vielen und doch eine ganz besondere. Und eine Stimme, die unter anderen Umständen wohl kaum zu hören gewesen wäre. Das besondere an dem Buch ist die produktive Begegnung von zwei Menschen. Die liebevolle und kritische Auseinandersetzung mit der sprachgewandten dänisch/deutschen Mitautorin Katrine Hoop vereint zwei sehr unterschiedliche Perspektiven auf eine Lebensgeschichte, die mehr oder weniger zufällig an Brennpunkten einer Vielzahl aktueller gesellschaftlicher Themen stattfindet:

Folter und Unterdrückung von Ex-Muslimen im aus deutscher Sicht oft als „progressiv“ wahrgenommenen Irakisch-Kurdistan, liebevolle Eltern, die ihren Sohn trotzdem oder gerade deswegen aktiv an seine Folterer ausliefern, Ameds Hinwendung zum Atheismus nicht aus theoretisch/politischen Motiven, sondern einfach aufgrund seiner täglichen Erfahrungen, schließlich die Flucht und die kritische, oft überraschend positive Sicht auf die Verhältnisse in Deutschland und neue Konflikte, die sich daraus ergeben (z.B. mit AfD-Anhänger*innen einerseits und strenggläubigen Muslim*innen in Deutschland andererseits).

Das Leben mit ADS ist nicht nur ein weiteres Thema, sondern eine Art roter Faden, der sich durch das ganze Buch zieht. Das bedingt oft eine ganz neue Sicht auf die Dinge und eine Persönlichkeit, die einfach nicht anders kann, als den Mund aufzumachen, wenn etwas nicht stimmt.

Bei all dem ist das ganze vor allem auch eine Flensburger Geschichte. Das Erwachsenwerden hier und Ameds Sicht der Dinge nehmen den größten Teil des Buchs ein. Als Blogger und Aktivist thematisiert er immer wieder auch hier die Situation von Ex-Muslim*innen, nimmt aber genauso Stellung zu unterschiedlichsten Themen und verliert bei all den teils extremen Gewalterfahrungen nie den Humor und seine Zuversicht.

Eine leicht lesbare Geschichte über Ameds Leben in unterschiedlichsten Welten und eine spannende Perspektive.
Was für ein Glück, dass wir daran teilhaben können.
Das Buch wird im Herbst 2020 erscheinen, kann aber schon jetzt vorbestellt werden.

       Buchcover: © Edition Nautilus

Amed Sherwan, Katrine Hoop: Kafir:
Allah sei Dank bin ich Atheist
Edition Nautilus; Originalveröffentlichung 2020
240 Seiten, ISBN 978-3960542384




Die Lesung wird veranstaltet von der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung und dem Tigerberg e.V., gefördert durch den Förderverein Buch.

Einlass ab 18:45 Uhr
Die Veranstaltung wird größtenteils auf deutsch stattfinden

Nur nach vorheriger Anmeldung. Aktuell ist die Lesung ausverkauft.
Wer sich unter info@cvo-buchladen.de noch anmeldet, kommt auf eine Warteliste für den Fall, dass jemand abspringt oder wir eventuell eine zweite Lesung veranstalten.

Eintritt 4 bis 6 Euro nach Selbsteinschätzung.


> Mittwoch, 1. Juli, 19:30 Uhr,
Weinkontor Roberto Gavin in der Walzenmühle,
Neustadt 16

Michael Jensen
liest aus
»Totenwelt«

Sehr geehrte Damen und Herren, wir laden zu einer 1. Nach-Lockdown-Lesung und Buchvorstellung ein

Für die Fachwelt ist die Nazizeit seit den Veröffentlichungen (1996 ff) verschiedener Historiker um Prof. Gerhard Paul und den Stadtarchivar Dr. Broder Schwensen vielfältig erforscht worden.
Mit dem Autor Michael Jensen wird das Kriegsende in Flensburg, Harrislee, Glücksburg und einigen Dörfern Angelns nun auch zum Thema spannender Kriminalromane:

Mit seinen Büchern »Totenland« und dem gerade erschienenen »Totenwelt« versucht Jensen diese barbarische Zeit dem Vergessen zu entreissen: Es geht um Kriminalfälle, die in den Frühjahrsmonaten '45 spielen. Darin eringebettet sind die Geschichten der vielen Kriegsflüchtlinge und der Flensburger "Fluchtburg" für Teile der NS-Prominenz um den "Großadmiral" Dönitz, der sich als Geschäftsführer der letzten Reichsregierung in der Marineschule niedergelassen hatte. Die historischen Hintergründe sind verbürgt, dadurch erleben wir authentisch den Alltag des berstenden Regimes und die Machtübernahme der Engländer.

Im aktuellen Fall ermittelt mit Inspektor Druwe eine durchaus widersprüchliche Figur in den Morden an einem übergelaufenen Geheimdienstagenten und einem Captain der Briten - beide befasst mit brisantem Aktenmaterial über ehemalige Nazi-Größen und wichtigen Industrieführern …
Der Autor schreibt sprachlich überzeugend – die Geschichte ist spannend und erhellend erzählt, jegliche Schwarz-Weiß-Malerei bewusst vermeidend.
Eine Entdeckung - weit "oberhalb" üblicher Regionalkrimis!

Michael Jensen: Totenwelt
Aufbau Taschenbuch, 384 Seiten, 11,00 €
ISBN 978-3-7466-3676-4


»Die Stärke des Buches liegt in der Intensität, mit der der Autor nicht nur sich selbst zwingt sich mit der Schuldfrage auseinanderzusetzen.«
Bayerischer Rundfunk

Michael Jensen wurde 1966 im Norden Schleswig-Holsteins geboren. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg und Flensburg. Im Hauptberuf ist er als Arzt und Therapeut tätig. Dabei interessieren ihn besonders die seelischen Spätfolgen des Zweiten Weltkriegs, vor allem bei den Nachkommen von Opfern und Tätern. Für sein literarisches Schreiben hat er ein Pseudonym gewählt.

Wir wagen es - unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Hygienestandards - und bitten um Voranmeldung – denn der Platz ist begrenzt.

Tel. (0461) 29601 oder info@cvo-buchladen.de

Am Mittwoch, den 1. Juli, um 19:30 Uhr im Weinkontor Roberto Gavin in der Neustadt.

Eintritt 6,– € (erm. 4,– €).


> Montag, 9. März, 19:30 Uhr,
Weinkontor Roberto Gavin in der Walzenmühle,
Neustadt 16

Sissel-Jo Gazan liest aus
»Was du von mir wissen sollst«

Die deutsche Übersetzung liest Elisa Priester, Leiterin Theaterschule Flensburg.

Mensch sollte sich nicht von den ersten Seiten des Buches täuschen lassen – denn Was du von mir wissen sollst von Sissel-Jo Gazan ist kein Krimi, auch wenn der Beginn vom mysteriösen Tod einer Frau erzählt und die Autorin sich mit einem Krimi in Dänemark einen Namen gemacht hatte.

Was du von mir wissen sollst erzählt stattdessen die Entwicklungsgeschichte von Rosa. Wir erleben eine rasante Zeitreise durch die 80er Jahre bis in die Gegenwart: Rosa lebt mit ihrer unkonventionellen, eigenwilligen Mutter Helle und dem schwulen Künstler Krudt, der ihr Ersatzvater ist, zusammen in einem Szeneviertel in Aarhus - Engagement in der OOA, der dänischen Anti-AKW-Bewegung, die große Barsebäck-Demo und die Friedensbewegung prägen das Bild. Ihren leiblichem Vater kennt sie nicht, was für sie zunächst ziemlich unproblematisch ist, denn im Vordergrund stehen für sie ihre Freundinnen und die nächste Umgebung, ihre etwas sonderbare aber verlässliche Oma und eine befreundete Kommune.

Rosa entdeckt die Street-Art-Künstler, da sich die Szene in diesen Jahren entwickelt. Sie ist mit ihren Freundinnen zunächst als neugierige Beobachterin dabei, dann aber nach einem Besuch mit Krudt in der Londoner Grafitti-Szene wird aus der Neugier Begeisterung über diese Kunst. Rosa tagt und postet nicht nur selber, sie dokumentiert auch ihre und fremde Werke akribisch in ihrem piece-book.

Von dem ersten Monchhichi, das sie an die Betonwände der Stadt malt, bis zu den großen Pieces, tags und paste-ups ihrer späteren Gang schildert Gazan hier den Hintergrund von Rosas Entwicklung, während dort im Vordergrund familiäre Konflikte, erste engere Beziehungen zu den Jungs Tom und Jakob - die aus völlig gegensätzlichen Kreisen kommen, einerseits die autonomen Hausbesetzer, andererseits die Konservativen Gymnasiasten - und schliesslich eine unheilbare Krankheit ihrer Mutter einen grösseren Raum einnehmen.

Sissel-Jo Gazan: Was du von mir wissen sollst
(Übersetzung Gabriele Haefs und Hannes Langendörfer)
kt., dtv 2019, 587 Seiten, 17,90 €
ISBN 97834232662224

Nach vielen spannenden Wirrungen ist Rosa mittlerweile Dozentin an der Uni in Aarhus und hat ihre Leidenschaft zum Beruf machen können: Sie kümmert sich nunmehr beruflich um die Dokumentation von street-art und baut an ihrem Institut mit Krudts Unterstützung eine anerkannte Forschungsstelle dieser Kunstrichtung auf. Die grosse Liebe zerbricht, sie begegnet Tom wieder und sie begibt sich aus beruflichen Gründen nach Berlin. Hier bewegt sie auch die Frage nach ihrem wirklichen Vater, denn es gibt Hinweise, dass Berlin vielleicht Aufklärung ermöglicht ...

Sissel-Jo Gazan hat viele Fäden gesponnen, hat ein grosses Wissen über street-art, Graffiti und ähnliche Kunstrichtungen präsentiert, beleuchtet hautnah viele verschiedene Lebensstile und Lebensweisen, bewegt sich gekonnt in der künstlerischen, rebellischen politischen Szenerie - und schafft es elegant und überaus spannend-unterhaltsam diese Fäden miteinander zu einer grossen Geschichte zu verknüpfen.
Ein grandioses Werk!

Wir freuen uns auf eine interessante Lesung und Buchvorstellung mit der dänischen Autorin Sissel-Jo Gazan:

am Montag, den 9. März, um 19:30 Uhr im Weinkontor Roberto Gavin in der Neustadt.

Die deutsche Übersetzung liest Elisa Priester, Leiterin Theaterschule Flensburg.

Eintritt 6,– € (erm. 4,– €).
Voranmeldung unter 0461 29601 oder info@cvo-buchladen.de


> Montag, 4. November, 19:00 Uhr,
Weinkontor Roberto Gavin in der Walzenmühle,
Neustadt 16

Beate Uhse – Ein Leben gegen Tabus

Buchvorstellung und Lesung mit Katrin Rönicke

Am 29. Oktober wäre Beate Rotermund, besser bekannt als Beate Uhse, 100 Jahre alt geworden.

Nach zwei Autobiografien, einem Film über das Leben von Beate Uhse (mit Franka Potente) und einer wissenschaftlichen Studie (Elisabeth Heineman: Before Porn was Legal", 2011) ist nun eine neue, kritische Biografie der Berliner Journalistin und Autorin Katrin Rönicke erschienen: "Beate Uhse - Ein Leben gegen Tabus" (Residenz-Verlag).

Katrin Rönicke ist der Frage nachgegangen, wer die Person hinter der Marke "Beate Uhse" war – eine Marke, die um die Jahrtausendwende 98% aller Deutschen bekannt war – und wie sie gelebt hat, jenseits der Mythen und der eigenwilligen Selbstdarstellung von Beate Rotermund. Ihre Recherchen führten sie ins Archiv der "Forschungsstelle für Zeitgeschichte" in Hamburg, zu zahlreichen Gerichtsakten und nach Flensburg zu wichtigen Zeitzeugen. Dabei stossen wir auf die wechselvolle Geschichte der gesellschaftlichen Veränderungen in der prüden, verklemmten Bundesrepublick der 50-er und 60-er Jahre und erleben eine – ja was? – eine Tabubrecherin, eine Aufklärerin oder nur eine gewiefte und geschickte Unternehmerin?

Katrin Rönicke: Beate Uhse – Ein Leben gegen Tabus
Residenz Verlag, geb. 208 Seiten, ISBN 978-3701734665



Die Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung und der Tigerberg e.V. haben Katrin Rönicke für eine Lesung und Buchvorstellung gewinnen können:

Am Montag, den 4. November um 19.00 Uhr
im Weinkontor Roberto Gavin in der Walzenmühle in der Neustadt

Eintritt 6,– € (erm. 4,– €).
Voranmeldung unter 0461 29601 oder info@cvo-buchladen.de