Willkommen auf der neuen Homepage der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung

Hier stellen wir Ihnen laufend unsere neuesten Lieblinge vor und informieren Sie über unsere regelmäßigen Veranstaltungen.

Neu ist unser Autor*innen-Glossar: hier finden Sie schnell unsere bislang besprochenen Lieblinge – alphabetisch sortiert! Das hilft bei der Suche nach Ihren Wunschtiteln, die Sie natürlich bei uns bestellen können.

Haben Sie Anregungen, Kritik oder wollen Sie auch mal ein Lob loswerden? Wir sind gespannt: info@cvo-buchladen.de

Unsere letzte Veranstaltung:

»Ich durfte nie den Hamlet spielen«:

Buchvorstellung und Lesung mit Reinhard Großmann

am Mittwoch, den 12. Juni, 19:30

in der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung.


Der Sommer ist da!

Leonardo Padura – Die Durchlässigkeit der Zeit

Der Privat-Ermittler Ex-Polizist Mario Conde erhält den Auftrag die Statue Schwarze Madonna, ursprünglich aus den Pyrenäen, jetzt in Kuba beheimatet, zu suchen, sie wurde offensichtlich gestohlen – und die Suche nach ihr führt in die Abgründe Kubas. Der neue Roman von Leonardo Padura hält jede Menge Einblicke in die kubanische Gesellschaft bereit und überrascht mit reizvollen Zeitsprüngen. Er schreibt Gesellschaftsromane, schildert das Leben der kleinen Leute heute, er geht in die Slums, schreibt über illegales Bauen, über vertane Chancen. Die politische Härte des Regimes trifft Abweichler - in der Geschichte um die Schwarze Madonna auch ihren Besitzer, Bobby, denn als Schwuler wurde er schikaniert und ausgegrenzt.

»Paduras Roman begeistert mit viel Ironie und hintergründigem Humor, starken Charakteren und einer fesselnden Geschichte, die weit mehr ist als ein bloßer Kriminalroman. Die Durchlässigkeit der Zeit ist wie eine Reise in die kubanische Psyche und Geschichte, eine Achterbahnfahrt der Gefühle, im Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart.« Ursula Pittrof, Latízón TV. »Dieser Roman hat alle Leonardo-Padura-Zutaten: viel Ironie, großartige Dialoge, eine umfassende Kenntnis der kubanischen Psyche und natürlich Paduras Meisterschaft, Geschichten zu erzählen.« Mercurio

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Preis der Leipziger Buchmesse – ein Volltreffer!

Anke Stelling – Schäfchen im Trockenen

Resi ist wütend. In der Hand hält sie die Kündigung ihrer Wohnung. Altbau in der Berliner Innenstadt, ein 18 Jahre alter Mietvertrag. Jetzt müssen sie raus, Resi, ihr Mann Sven und ihre vier Kinder. Denn Resi war nur Untermieterin, der Vertrag gehörte ihrem alten Freund Frank.
Was ist passiert? Resi hat das Hausprojekt ihrer Freunde porträtiert, erst in einer Zeitung und dann auch noch in einem Buch, durchaus freundlich, wie sie fand. Darüber waren die Freunde nicht amüsiert, aber sehr beleidigt. Und jetzt schreibt sie mal in Form eines Tagebuch-Textes, mal in Form eines Briefes an die 12-jährige Tochter eine furiose Anklage - mal klingt es bitter, mal kämpferisch, mal verzweifelt, mal selbstgerecht …

Eine Desillusionierung – eine bittere Bilanz was aus den früheren Idealen, den Hoffnungen, alles anders und demokratischer, menschlicher, solidarischer zu gestalten, was daraus geworden ist …
Dass aus „Schäfchen im Trockenen“ mehr geworden ist als eine bitterböse Satire mit treffenden Dialogen, liegt an Anke Stellings Fähigkeit, den Wörtern auf den Grund zu gehen und Situationen in eine unerwartete Richtung zu lenken. Dafür ist die Autorin mit dem diesjährigen "Preis der Leipziger Buchmesse – Belletristik" belohnt worden. Zu recht!

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Claudia Schreiber –
Goldregenrausch

Eine Frau und ein Mädchen setzen sich durch – Marie Lenz, das jüngste Kind einer hart arbeitenden Bauernfamilie, wächst unter den widrigsten Umständen auf. Mütterliche Liebe umgibt sie nur kurz. Marie erlebt extreme Vernächlässigung. Die verstoßene Tante Greta soll sich um Marie kümmern. Diese ist zunächst nicht bereit, zu groß ist die Wut auf ihren Bruder, dem harten Patriarchen des Hofes und Vater von Marie. Sehr langsam und Maries unbedingtem Willen etwas Nähe zu bekommen geschuldet, nähern sich die beiden einander an. In ihrem Garten ist Greta glücklich, versinkt ganz in der Arbeit. Marie lernt von ihr und kann sich entwickeln. Sie teilen ihre Liebe zur Natur, den Blumen und allem Lebendigen. Aufwühlend ist dieses Buch. Aber auch wunderschön und mitreissend.

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Kent Haruf –
Abendrot

„Kent Haruf nimmt uns mit, wohin wir nie wollten, und bald wollen wir von dort nicht mehr weg.“

Die Brüder McPheron, Viehzüchter in Colorado, müssen den Wegzug ihrer Ziehtochter verkraften. In „Lied der Weite“ Harufs vorherigen Roman haben die beiden die sechzehnjährige schwangere Victoria bei sich aufgenommen, zunächst ein widerwilliger Akt der Güte, krempelte das junge Mädchen das Leben der beiden Junggesellen zum besseren um und bereicherte ihr Leben. Nun geht sie aufs College und die beiden müssen sich ihrer Einsamkeit stellen. Ein Schicksalsschlag macht es nötig, noch einmal alles neu zu wagen. So hart das Schicksal auch zuschlägt – die Menschen in Holt sind entschlossen, dem Leben einen Sinn abzutrotzen. Und begegnen einander dabei neu.

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Tatiana de Rosnay –
Fünf Tage in Paris

Paris wird von sintflutartigen Regenfällen heimgesucht, als sich die Familie Malegarde dort anlässlich einer Feier trifft. Die Seine droht über die Ufer zu treten, sodass die vier Familienmitglieder ihre Hotelzimmer fast nicht verlassen können. Die apokalyptischen Wetterverhältnisse spiegeln, was auf der Familie lastet, vieles wurde in den Jahren von einem Mantel des Schweigens unhüllt.

Die Ereignisse spitzen sich zu, als der Vater im Restaurant zusammenbricht und ins Koma fällt. Und für alle wird es Zeit, ein paar Geheimnisse offenzulegen … Ein aufwühlendes Familientreffen beginnt.

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Cheek, Chip –
Tage in Cape May

September 1957: Henry und Effie fahren für die Flitterwochen nach Cape May, ein Ferienort an der Ostküste. Doch das Städtchen ist verlassen, die Saison ist zu Ende. Die beiden jungen Leute aus Georgia fühlen sich fremd, isoliert und in ihrer Schüchternheit gefangen. Gerade als sie beschließen, den Urlaub zu verkürzen, treffen sie zufällig auf Clara, eine Ferienbekanntschaft Effies aus Kindertagen, die eine glamouröse Gruppe von New Yorkern um sich versammelt. Der verlassene Ort wird nach und nach zu ihrem Spielplatz, und während sie in leer stehende Ferienhäuser einsteigen, Segeln gehen, nackt unter dem Sternenhimmel herumwandern, sich lieben und sich betrinken, geraten Henry und Effie in eine Situation, die den Rest ihres Lebens prägen wird.

Ein hypnotisierender Roman, der aktuelle und zeitlose Fragen zu Ehe, Liebe und Loyalität beleuchtet.

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Das Krimi-Comeback des Jahres:

Lange haben wir nichts mehr gehört von Sara Paretsky.

Dabei gab es Zeiten, in denen ihre Krimis in keinem Regal frauenbewegter Leserinnen fehlen durften. Jetzt kommt die mittlerweile 71-jährigen Amerikanerin umso beeindruckender mit einem über 500-Seiten-Wälzer zurück, in der profilierten Ariadne-Reihe des Argument-Verlages. In der Hauptrolle wie immer die Privatdetektivin V.I. (Vic) Warshawski.

Weit mehr als ein normaler Krimi verknüpft die Autorin diese Geschichte um einen verschwundenen Computercrack, einen fragwürdigen Nobelpreisträger, mehrere ominösen Todesfällen und ein expandierendes IT-Unternehmen mit tiefen historischen Rückblicken in die Nazizeit und die 50-er Jahre der USA. Warshawski selbst ist mittlerweile auch schon in die Jahre gekommen, schreckt aber auch im gesetzten Alter vor Schlägereien, Einbrüchen, Verfolgungsfahrten und Entführungen nicht zurück. Ein vielfältiger Roman über Skrupellosigkeit, Ignoranz und Korruption.

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Ernst Paul Dörfler –
Nestwärme

Ein Leben mit der Sonne statt nach der Uhr, faire partnerschaftliche Beziehungen, Gewaltverzicht und klimaneutrale Mobilität – und was können wir von Vögeln lernen? "Nestwärme" ist ein überraschendes Buch über das Sozialverhalten unserer gefiederten Nachbarn, ein Plädoyer für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – und eine augenzwinkernde Aufforderung, das eigene Leben hin und wieder aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Der vielfach ausgezeichnete Naturschützer Ernst Paul Dörfler hat ein berührendes Buch über das geheime Leben der Vögel geschrieben, ein Kultbuch der ostdeutschen Umweltbewegung.

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Lennardt Loß -
Und andere Formen menschlichen Versagens

Das Debüt von Lennardt Loß erzählt in sieben Short Stories, die sich wie Puzzleteile zu einem Ganzen zusammen fügen, von sehr unterschiedlichen Menschen, die auf die eine oder andere Art und Weise miteinander verbunden sind. Die Art von Lennardt Loß zu schreiben zieht sofort in den Bann, macht süchtig. Er jongliert mit vielen Bällen, sein Buch beinhaltet historisches aber auch politisch-aktuelles und macht neugierig auf seine Figuren. Seine Geschichten deuten an, sind ironisch, skurril und abgründig - und ungemein fesselnd.

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Frank Goosen –
Kein Wunder

Von Mai bis November 1989 spielt die Geschichte, in der die drei Hauptfiguren aus dem so trefflichen Roman „Förster, mein Förster“ wieder dabei sind. Besagter Förster und sein Freund Brocki besuchen den dritten im Bunde: Fränge ist nach Berlin gezogen. Dort will er dem Dienst bei der Bundeswehr entgehen. Er studiert.
Und er hat zwei Freundinnen: eine im Osten, eine andere im Westen. Logisch, dass er wenig Interesse an der Wiedervereinigung hat - aber dann kommt der berühmte Herbst 1989. Der Roman pendelt zwischen dem Ruhrgebiet und der späteren Hauptstadt hin und her. Der Duktus ist ähnlich wie beim Vorgängerbuch: Drei Freunde spötteln sich durch ihre Erlebnisse und wirft einen besonderen Blick auf die Wendezeit. Dieses Buch lebt von Goosens Kunst, Dialoge wie aus dem Leben zu formulieren – aber besondere Pointen zu setzen. Überall schimmert trockener Humor durch …

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Philip Birk –
Operation Peruggia

Kopenhagen im Juni 2016: in einem aufsehenerregenden Coup wird das teuerste Gemälde Dänemarks „Interiør” von Vilhelm Hammershøi aus dem Dänischen Nationalmuseum gestohlen. Das Bild ist eine Leihgabe von Brian Frost, dem „König“ von Kopenhagens Unterwelt, der es für viel Geld zum Andenken an seinen toten Sohn Jonathan auf einer Versteigerung gekauft und dem Museum für vier Tage zur Ausstellung geliehen hat - unter massiven Sicherheitsbedingen. Unter anderem hat er das Bild mit schwarzen Tintenpatronen versehen lassen, die das Gemälde innerhalb von 48 Stunden zerstören, sollte es nach einem Diebstahl nicht an seinen Ursprungsort zurückgehängt werden. Der Kunstdieb Tom Grip wird beauftragt, das Gemälde wiederzubeschaffen. Ein atemberaubender Wettlauf beginnt ...

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Und einige Tipps für unsere jungen Leserinnen und Leser

Mein Lieblingsbuch in diesem Frühjahr:

Christelle Dabos – Die Spiegelreisende
1. Die Verlobten des Winters

Ophelia ist eine junge Frau und lebt auf der Arche Anima, einer von 21 Archen, die wie Inseln am Himmel schweben, nachdem die Welt vor langer Zeit zerschlagen wurde und nur diese 21 Archen übriggeblieben sind. Sie hat eine besondere Fähigkeit: zieht sie ihre Handschuhe aus, kann sie die Geschichte von Dingen mit den Händen „lesen“. Ansonsten wirkt Ophelia eher tollpatschig mit ihren dicken Brillengläsern.

Auf der Arche Anima ist es ein ungeschriebenes Gesetz, dass alle Frauen heiraten und eine Familie gründen müssen. Für Ophelia ist dies eine eher lästige Vorstellung und ohne größere Überlegungen hat sie bereits zwei Heiratsanträge abgelehnt. Um so schlimmer kommt es für sie, als die Matriachinnen von Anima eines Tages beschliessen, dass Ophelia ihre Familie verlassen muss, um auf die eisige Arche Pol zu ziehen und den Adligen Thorn zu heiraten. Ophelia bleibt keine andere Wahl, als sich dem Beschluss zu beugen. Hier begegnet sie vor allem die Gefahren in Form von drei rivalisierenden Clans, die um die Macht über Anima kämpfen. Thorn prophezeit ihr, dass sie den Winter nicht überleben wird …

So beginnt die phantastische Spiegelreisenden-Saga – weitere Bände werden folgen
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Nancy Springer –
Der Fall des verschwundenen Lords
(Ein Enola Holmes Krimi.)

Enola führt bis zu ihrem vierzehnten Geburtstag ein abgeschiedenes Leben mit ihrer Mutter auf dem Land, auf einem etwas heruntergekommenen Landsitz. Die Mutter ist Malerin und lässt ihrer Tochter viele Freiheiten. Eines Tages ist die Mutter verschwunden. Enola macht sich kurzerhand als Witwe verkleidet heimlich auf den Weg in das düstere viktorianische London, um ihre Mutter zu suchen. Sie muss sich in der Hauptstadt in düsteren Gegenden vor mörderischen Gaunern verbergen. Aber sie wäre keine Holmes, wenn sie nicht durch ihren scharfen Verstand den Verbrechern auf die Spur kommt. Eine spannende Geschichte über die sympathische kleine Schwester von Meisterdetektiv Sherlock Holmes und über die Lebenssituation der Frauen im viktorianischen Zeitalter.
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Catherine Doyle – Sturmwächter.
Das Geheimnis von Arranmore

Der elfjährige Fionn Boyle lebt mit seiner Mutter und Schwester Tara in Dublin. Als seine Mutter erkrankt, begibt er sich zusammen Tara auf eine Reise zu seinem bis dahin unbekannten Großvater auf die Insel Arranmore. Fionn hat große Angst vor dem Meer und bereits auf der Überfahrt zur Insel wird er schrecklich seekrank - sehr zur Belustigung von Tara. Diese hat bereits den Sommer davor auf Arranmore verbracht und freut sich darauf, ihre Freunde wiederzusehen. Als das Schiff endlich am Ziel ankommt und Fionn den Inselboden betritt, zittert und bebt dieser unter seinen Füßen. Ein fantastischer Abenteuerroman beginnt, in den geschickt irische Mythen und Legenden eingewebt worden sind …
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