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Veranstaltungsarchiv von 2009

 

Hier können Sie und auch wir nochmal in den zurückliegenden Veranstaltungen blättern, lesen, wühlen und schwärmen.

Damals war es immer am schönsten …

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Meja Mwangi kommt !

Durch persönliche Bekanntschaft einer Freundin unserer Buchhandlung haben wir das große Glück, Meja Mwangi, einen der profiliertesten Autoren Kenias, zu einer Lesung in Flensburg begrüssen zu können!
Meja Mwangis vielfach ausgezeichnetes Werk hat auch in Deutschland eine große Anerkennung erfahren, er erhielt sowohl den Adolf-Grimme-Sonderpreis als auch den Deutschen Jugendliteraturpreis (für seinen Jugendroman Kariuki und sein weißer Freund).
Sein vielschichtiges Werk zeichnet sich durch Spannung, Witz und Humor aus - Kritiker loben: Er kann "prachtvoll kontrastierende Personen entwerfen", "Unbestreitbar: Mwangi ist ein ungemein spannender Erzähler" und "in einer Stunde Meja Mwangi erfährt man mehr über das wirkliche Kenia als in drei Wochen African Safari Club in Diani Beach".
Meja Mwangi beschreibt traditionelle Strukturen und Lebensbedingungen, die in irgendeinem afrikanischen Dorf oder einer Stadt Kenias heute so sein könnten, so einfühlsam, detailliert und dabei mit soviel Humor, dass seine Bücher ein reines Lesevergnügen sind und zum Schluss so spannend werden, dass man sie nicht mehr aus der Hand legen kann - bis zum mal glücklichen, mal weniger glücklichen Ende.

 

Kurzbiografie

Meja Mwangi, 1948 in Nanyuki/Kenia geboren, ging nach dem Abitur zur French Broadcasting Corporation. Seit dem Erfolg seines ersten Romans "Kill me quick" (1973), arbeitete er als freier Schriftsteller, häufig auch als Drehbuchautor in Kenia und Europa. Er wurde u.a. ausgezeichnet mit dem Jomo Kenyatta Award (1973), dem Adolf-Grimme-Sonderpreis (1982), dem Deutschen Jugendliteraturpreis (1992) und dem Wahome Mutahi Literary Award (2008). Seine Bücher sind überwiegend im Peter Hammer Verlag, aber auch im Unionsverlag und bei Lamuv erschienen: "Narben des Himmels" (1992), "Mr. Rivers letztes Solo" (1995), "Die achte Plage" (1997), "Happy Valley" (2006), "Das Buschbaby" (2007), "Big Chiefs" (2009), "Rafiki" (2014) und jetzt "Tanz der Kakerlaken".

Mwangi schrieb von Beginn an in englischer Sprache - und zwar in einem Englisch, das sich am us-amerikanischen Sprachart orientierte und nicht versuchte, eine eigene afrikanische oder gar kenianische Färbung einzubringen. Diese Form entsprach dem Inhalt seiner Bücher, die sich nicht mehr den traditionellen afrikanischen Themen widmeten. Die Trauer um verlorene Traditionen ist überwunden, die romantisierende Beschreibung des Lebens auf dem Lande weicht der universell angelegten urbanen Desillusioniertheit. Soziale Brüche und Ungerechtigkeiten, den Druck der Klans, den Mann-Frau-Konflikt, die Schwierigkeit der Geschlechter, sich im heutigen afrikanischen Alltag einen Platz zu erkämpfen - das beschreibt Meja Mwangi unterhaltend, mit Feingefühl und leichter Ironie, doch einem spürbaren Respekt vor den Traditionen seiner Heimat.

 

Rafiki

Rafiki, der sympathische Mann mit der Gitarre lebt in den Tag hinein. Bei jedermann in seinem Ort Nanyuki ist er beliebt, außer bei seiner Frau Sweetthea, die von ihm erwartet, dass er das Geld für das Studium ihrer gemeinsamen Tochter beschafft. Er beschließt, das Elektrogeschäft der indischen Brüder Manu und Manish Patel zu überfallen. Doch deren Kassen sind leer. Die Kunden kaufen zwar ihre Geräte auf Abzahlung, begleichen jedoch ihre Raten nicht. Rafiki sieht Handlungsbedarf. Er wird dieses Geld eintreiben.
Ein leicht skuriler Glücksritter-Roman: Meja Mwangi habe, so schreibt die Rezensentin von Deutschlandradio Kultur indem sie den Roman mit Ngugi wa Thiong'os (dem berühmten Kollegen und ehemaligen Mentor Mwangis) "Herr der Krähen" vergleicht, "mit Rafiki eine (weniger) scharfe, eher amüsante, gelungene Groteske verfasst. In einer direkten, dialogischen Sprache und mal handlungsreichen, mal alltagsphilosophischen Episoden schildert der Roman eine Männerwelt, die sich längst überlebt hat und sich krampfhaft an ihren letzten Besitz klammert: den Stolz". Nicht die Männer, so interpretiert die Rezensentin Meja Mwangis Botschaft, sondern nur die Frauen und die Kinder könnten "wohl" die korrupte kenianische Gesellschaft verändern.

 

Tanz der Kakerlaken

Dies ist der letzte der drei Nairobi-Romane. Schauplatz ist die unweit der River Road gelegene Grogan Road, die heute Kirinyaga Road heißt. Mwangi schreibt turbulent und hart vor dem Hintergrund der glitzernden, rasch wachsenden Metropole Nairobi, wo Wolkenkratzer und Wellblechhütten dicht beieinanderliegen, wo das eigene Glück im Überlebenskampf mitunter nicht länger anhält als ein Glas Bier.
Die Kakerlaken im heimischen Zimmer und ein ausbeuterischer schwarzer Hausbesitzer, verhindern, dass sich der einzelgängerische Dusman Gonzaga wenigstens in den eigenen vier Wänden in dieser heruntergekommenen Mietskaserne, dem Dacca House, ein wenig von seinem tristen Alltag in Nairobi erholen kann. Doch den skrupellosen Eigentümer interessieren die Kakerlaken sowenig wie verstopfte Toiletten oder kaputte Duschen, er kassiert die Bewohner ab, und geniesst, dass niemand aufbegehrt.
Niemand? Dusman hat es satt, ist zu jedem Risiko bereit und rebelliert ...

 

 

 

 

Mittwoch, den
07. Oktober 2015
um 19.30 Uhr

Ort:

Weinkontor Roberto Gavin in der alten Walzenmühle, Neustadt 16,
24939 Flensburg

 

Veranstalter:

Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung,
Große Str. 34, Flensburg

 

Eintritt:

8,- € / erm. 6,- €

 

Anmeldung erbeten

unter (0461) 2 96 01 oder info@cvo-buchladen.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rafiki - Man Guitar,

Roman

 

Übersetzung:

Thomas Brückner. Wuppertal 2014, Roman.

 

328 Seiten, gebunden,

Peter Hammer Verlag

978 3 7795 0482 5

22,00 €

 

 

 

 

 

 

 

 

The Cockroach Dance – Tanz der Kakerlaken,

Roman

 

Übersetzung:

Jutta Himmelreich, Wuppertal August 2015

 

284 Seiten, gebunden,

Peter Hammer Verlag

978 3 7795 0528 0

22,00 €

 

Ein Länderportrait

DÄNEMARK

von Claudia Knauer


Passend zum Länderschwerpunkt "Dänemark" des diesjährigen Literatursommers hat der Christoph Links Verlag ein neues Länderporträt unseres Nachbarlandes veröffentlicht: Autorin ist die Büchereidirektorin im Verband Deutscher Büchereien Nordschleswig und langjährige Redakteurin des Nordschleswiger in Aabenraa, Claudia Knauer.

Was wissen wir wirklich über unsere Nachbarn?
Claudia Knauer erklärt uns nicht nur das Wesen von Minderheitsregierungen, die vielfache Kompromissfindung in den Parlamenten über viele Parteigrenzen hinweg, warum selbst konservativen Regierungen ein für deutsche Verhältnisse ausgeprägtes Sozialsystem wichtig war und ist und ein vielbeschworenes Gemeinschaftsdenken gepflegt wird. Natürlich wird die rigide Ausländerpolitik der letzten Jahrzehnte, getragen von nahezu allen Parteien des Folketing, nicht verschwiegen und damit auf gesellschaftliche Spannungen und Dissonanzen verwiesen.

Die Autorin zeichnet ein kenntnisreiches und unterhaltsames Bild unserer Nachbarn – ob sie vom Alltag, der Wirtschaft, vom dänischen Filmwesen oder vom Roskilde-Festival erzählt. Natürlich erfahren wir auch, warum "hyggelig" so bedeutsam ist wie das Hotdog – und warum eine Deutsch-Dänin doch nie eine richtige Dänin werden wird …

Diese überaus gelungene Länderkunde, die auch vielen langjährigen Dänemark-Reisenden immer wieder überraschende neue Erkenntnisse vermitteln wird, stellt Claudia Knauer in der Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung vor.

Claudia Knauer: Studium von Politikwissenschaft, Philosophie und Öffentlichem Recht, zog 1997 mit Mann und Sohn nach Dänemark, wo ihre Tochter geboren wurde. Sie arbeitete mehr als 15 Jahre als Journalistin beim Nordschleswiger – der deutschen Tageszeitung in Dänemark. Vor einigen Jahren hat sie die dänische Staatsbürgerschaft angenommen. Am 1. Januar 2015 hat Claudia Knauer den Stuhl in der Redaktion gegen den in der Deutschen Zentralbücherei eingetauscht. Als Büchereidirektorin sorgt sie für die Verbindung von deutscher und dänischer Kultur.

 

 

 

Mittwoch, den
8. Juli 2015
um 19.30 Uhr

Ort:
In der Ossietzky-Buchhandlung,
Große Str. 34, Flensburg

 

Eintritt:
6,- €/ erm. 4,- €

Anmeldung erbeten
unter 0461 - 2 96 01

 

   

Veranstaltung

"Sind wir wieder gut?"

Die deutsche Wiedergutmachungspolitik
Elvira Glück von der JEWISH CLAIMS CONFERENCE, Berlin


Die deutsche Wiedergutmachungspolitik – 70 Jahre nach Kriegsende
Geschichte ist mehr als die Auflistung von Daten und Fakten. Geschichte umfasst auch das Schicksal der einzelnen Menschen in ihrer Zeit und der Umgang der Nachkommenden damit.

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges scheint alles vorbei.
Sind wir wieder gut? Wirklich?

Als Mitarbeiterin der Jewish Claims Conference ist die Wienerin ELVIRA GLÜCK international mit den Entschädigungsansprüchen der jüdischen Holocaust Überlebenden betraut. Die Geschichte der sog. Wiedergutmachungspolitik und die Aufgabe von Claims werden im Mittelpunkt dieses Abends stehen.

 

 

 

Donnerstag, den
21. Mai 2015
um 19.30 Uhr

Ort:
In der Ossietzky-Buchhandlung,
Große Str. 34, Flensburg

 

In Kooperation mit Tigerberg e.V. und Ev. KirchenGemeinde Engelsby


Eintritt:
6,- €/ erm. 4,- €

 

Vortrag und Diskussion von und mit
Prof. Hauke Brunkhorst über

"Das doppelte Gesicht Europas"

 

Prof. Dr. Hauke Brunkhorst, seit 1995 Professor für Soziologie an der Europa-Universität Flensburg, hat eine Bestandsaufnahme von Geschichte und Gegenwart der europäischen Union vorgelegt.
Dieses Europa hat nicht zwei, es hat ein doppeltes Gesicht wie das des emanzipatorisch-kritischen Dr. Jekyll und das des technokratisch-funktionalistischen Mr. Hyde, das ist seine Ausgangsthese.
Die Entwicklung der EU wird oft als Verfallsgeschichte erzählt: Aus einem visionären Projekt wurde ein technokratisches Monstrum; angesichts der Eurokrise scheint die Stunde des kollektiven Bonapartismus gekommen zu sein, der den Kontinent mit einem Austeritätsregime überzieht.

Und gerade jetzt, wo es Mr. Hyde gelingt, aus der EU eine reine Wirtschaftsverfassung zu machen, ist es um so nötiger, an das andere Gesicht zu erinnern und dessen verschlungene Wege nachzuzeichnen. Dr. Jekyll - das ist jener Kantianer, jene republikanische Haltung, die den Ursprung des europäischen Projekts gebildet hat. Wobei der Autor deutlich macht, dass dieses verdrängte emanzipatorische Potenzial sich keineswegs in feierlichen Erklärungen und in kitschiger Friedensrhetorik erschöpft, sondern republikanischen Widerstand meint.

Das europäische Projekt bleibt ein offener Prozess, der erneut in eine emanzipatorische Richtung gelenkt werden kann – etwa durch eine Mobilisierung der hochqualifizierten, aber prekär beschäftigen jungen Menschen in Spanien, Griechenland und anderen Mitgliedsstaaten der EU.

"Hat sich das Kapital in rasender Geschwindigkeit transnationalisiert, so gelte es gerade jetzt auch den demokratischen Klassenkampf zu transnationalisieren. Das ist es - das Klassenkampfwort. Ganz unaufgeregt kehrt es zurück. Und mit ihm das ganze klassische Setting: eine europäische Öffentlichkeit, ein starkes EU-Parlament und transnationale Gewerkschaften. Kurzum - Brunkhorsts Programm ist das einer transnationalen Rekonstruktion der Arbeiterbewegung", so Isolde Charim in der taz.

 

 

Mittwoch, den
29. April 2015
um 19.30 Uhr

Ort:
In der Werkstatt der Ossietzky-Buchhandlung,
Große Str. 34, Flensburg

   

Lesung mit dem Schriftsteller

Gerhard Henschel aus seinem Werk


Gerhard Henschel, 1962 in Hannover geboren, im Emsland aufgewachsen, hat eine "Gefühlsgeschichte der Bundesrepublik", ein facettenreiches Bild unserer Gesellschaft im Auf- und Umbruch, von der Nachkriegszeit bis in die Achtziger verfasst.

Der Briefroman „Die Liebenden“ erzählt von den Kindertagen an über die schwierigen Nachkriegsjahre und den detailliert ausgebreiteten Alltag einer Mittelschichtsfamilie bis zur Zerrüttung der Ehe und dem Tod der beiden Eheleute.

In seinem 2004 veröffentlichten „Kindheitsroman“ schildert Henschel das Leben dieser Familie aus der Sicht des Sohnes Martin.
2009 setzte Henschel den „Kindheitsroman“ mit dem „Jugendroman“ fort: Die Familie Schlosser wohnt nunmehr in Meppen.
Mit dem „Liebesroman“ folgte 2010 eine weitere Fortsetzung und 2012 setzte Gerhard Henschel die Martin-Schlosser-Romane mit dem "Abenteuerroman" fort. Martin möchte nichts dringender, als der emsländischen Kleinstadt Meppen zu entfliehen, sein Weg führt in dabei nach Brokdorf, Hamburg, Amsterdam, Osnabrück, Bielefeld, München, Venedig, Wien und Göttingen - und immer wieder zurück nach Meppen.
Die Kraft der Martin-Schlosser-Reihe liegt in ihrer einfachen geradlinigen Erzählweise, humorvoll-ironische Chroniken der BRD, immer alltagsorientiert.

Darüberhinaus hat Henschel die Sachbücher „Kulturgeschichte der Mißverständnisse“ und „Jahrhundert der Obszönität“ als Co-Autor verfasst, sowie „Neidgeschrei“ und den Sammelband „Menetekel“ herausgegeben.

Dazwischen erschien sein Roman „Der dreizehnte Beatle“.
Die satirischen Romane „Der Barbier von Bebra“ (1996) und „Der Müllah von Bullerbü“ (2000) verfasste Henschel gemeinsam mit Wiglaf Droste.
In Streitschriften wie „Menschlich viel Fieses“ (1992), „Das Blöken der Lämmer“ (1994) und dem „Gossenreport“ (2006) hat Henschel sich mit politischem Kitsch und der Macht der Bild-Zeitung auseinandergesetzt, die er als gravierendes „Kulturproblem“ beschreibt. 2008 verfasste Henschel eine „Springer-Bibel“.

Folgenreich und aufsehenerregend war in diesem Zusammenhang ein 2002 in der tageszeitung erschienener Artikel Henschels: Er reagierte auf einen unappetitlichen Skandalartikel der BILD mit einer Satire, in der er unter der Überschrift „Sex-Schock – Penis kaputt?“ angeblich umlaufende Gerüchte über eine missglückte Penisverlängerungsoperation des Bild-Herausgebers Kai Diekmann erörterte. Daraufhin verklagte Diekmann die tageszeitung. Er forderte 30.000 Euro Schmerzensgeld. Das Berliner Landgericht gelangte zwar zu der Auffassung, dass Henschels Satire Diekmanns Persönlichkeitsrecht verletze, und es untersagte deren weitere Verbreitung - doch es erkannte dem Kläger Kai Diekmann kein Schmerzensgeld zu.

Gemeinsam mit Kathrin Passig hat Gerhard Henschel mehrere Bücher aus dem Englischen übersetzt, u.a. den ersten Band der Autobiographie von Bob Dylan („Chronicles. Volume One“), die sich nach dem Urteil der Kritiker „auch in der Übersetzung wunderbar liest".

 

 

Donnerstag, den
7. Mai 2015
um 19.30 Uhr

Ort:
In der Werkstatt der Ossietzky-Buchhandlung,
Große Str. 34, Flensburg

 

 

 

1990 - 2015

25 Jahre "Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung"

 

Ach, was waren wir optimistisch!
Nachdem so viele "alternative" oder linke Buchläden 1990 bereits das Zeitliche gesegnet hatten und unser Flensburger "Tigerberg-Buchladen" in einer taz- Anzeige im Sommer 1989 bereits zum "Verschenken" angeboten worden war, wollten wir einen Neustart!
Das ist jetzt 25 Jahre her – und es gibt uns tatsächlich noch. Das ist die gute und erfreuliche Nachricht – heute in Zeiten der massivsten Krise des Buchhandels durch die Konkurrenz neuer Medien und vor allem neuer, schier unerschöpflicher Bezugsquellen für Literatur, Wissen und Erkenntnis.
Aber ehrlich gesagt - das berührt uns nur am Rande! Natürlich ist uns auch der eine oder die andere Kundin "abhanden" gekommen, weil sie oder er jetzt z. B. den Tolino besitzt. Aber die E-Books können sie ja auch bei uns beziehen (wenn sie sich nicht in die klebrigen Fänge des Kindle von amazon begeben haben).

Nein – im wesentlich kämpfen wir seit 25 Jahren um unsere literarischen Ansprüche und gegen die profanen Widrigkeiten des Handels-Umfeldes! Den Kampf um unsere literarischen Ansprüche – nein, haben wir nicht "gewonnen", das wird mensch wohl nie können, aber in diesem Kampf haben wir uns qualifiziert und mitgehalten mit dem, was wir in unserer Einladung zur Eröffnung am 14. März 1990 als Ansprüche formuliert haben. Davon sind wir überzeugt – und die vielen Kundinnen und Kunden, die wir als Stammbesucherinnen gewonnen haben, beweisen uns das Tag für Tag.
Anhaltende Sorgen bereiten uns nur die katastrophale Entwicklung der Mieten in der Innenstadt und konkret in der Großen Straße. Was für ein Leerstand - wieder einmal! Immer noch ist es anscheinend gewinnbringender, große und funktionstüchtige Objekte leer stehen zu lassen als die Mieten dem Umsatzpotential anzupassen. Das stellt für uns eine latente wirtschaftliche Bedrohung dar, zwingt zu einem Wirtschaften am Rande des Existenzminimums, teilweise sogar unterhalb dessen.

Aber wir, fast 40 Gesellschafterinnen und Gesellschafter der die Buchhandlung tragenden KG, haben uns vorgenommen:
Wir wollen diese Buchhandlung - wir glauben an die Notwendigkeit dieses kleinen literarischen und intellektuellen Freiraums auch in der Kleinstadt Flensburg!
Das Angebot einer anspruchsvollen Buchauswahl – von Gesellschaftsromanen, Krimis, Kinder- und Jugendbücher, Literatur des Judentums, aus Osteuropa, aus Afrika, Asien und Lateinamerika bis hin zu aufklärerischen politischen und geschichtlichen Sachbüchern mit entsprechender Tiefe – ist unser Markenzeichen. Das braucht diese Region!

Darauf wollen wir anstossen
– und laden alle Freundinnen und Freunde der
"Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung" zu einem Empfang am
Samstag, den 25. April ab 11.00 Uhr in die Große Str. 34 ein!

Veranstaltungen
haben wir auch geplant bzw. verabredet, auf denen wir unsere Angebote zur Diskussion stellen:

Veranstaltung "Sind wir wieder gut?" – Die deutsche Wiedergutmachungspolitik: Elvira Glück von der JEWISH CLAIMS CONFERENCE, Berlin, am Donnerstag, den 21. Mai;
... und weitere Lesungs- oder Vortrags-Vorschläge sind in Arbeit.


Vortrag und Diskussion mit Prof. Hauke Brunkhorst über sein Buch "Das doppelte Gesicht Europas" am Mittwoch, den 29. April;
eine Lesung mit dem Schriftsteller Gerhard Henschel
am Donnerstag, 7. Mai

 

 

Samstag, den
25. April 2015
um 11.00 Uhr

Ort:
In der Ossietzky-Buchhandlung,
Große Str. 34, Flensburg

 

25 Jahre alte Dokumente zum Groß-Klicken:

 

 

 

 

 

 

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